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Dienstag, 30. August 2011

Mainfest & Subtotal – 5 Jahre Klub Elektrik (10.04.10)

Manifest & Subtotal – 5 Jahre Klub Elektrik

Am 10. April zelebrierte der Klub Elektrik seinen fünften Geburtstag in der Magdeburger Kulturfestung Mark. Ein atemberaubendes Ambiente beherbergte ein buntes, ausgelassenes Publikum, das sich, die Nacht und den Klub zu mitreißenden elektronischen Beats gehörig feierte. Auf große Namen wurde bewusst verzichtet. Zum Jubiläum sollten diejenigen im Mittelpunkt stehen, die das Wachstum einer kleinen Veranstaltungsreihe zum subkulturell-urbanen Ravezirkus ermöglichten. Dabei nur auf die zahlreichen DJs und Liveacts im Portfolio zu verweisen, würde allerdings zu kurz greifen. Klub Elektrik ist in der Summe mehr als eine liebevoll gestaltetes Techno-Tanzvergnügen. Das Konzept lebt von einer Fusion aus Veranstaltenden, Unterhaltenden und Publikum. Bunt gemischt, durcheinandergewirbelt – immer getreu dem Motto:
Du bist der Klub!


Erobique @ Alter Kalischacht Wolkramshausen (21.02.09)

Erlebnisse kreieren

Wer schon einige Jahre regelmäßig seine Runden im Rave-Zirkus dreht, der mag vielleicht zustimmen. Es gibt nicht viele Veranstaltungen, an deren Details man sich noch Jahre später erinnern kann. Selbst wenn es aufregend war und die Nacht sowie der darauf folgende Morgen im Endorphinrausch tanzend, zeitgerafft an einem vorbeiflogen, bleiben oft nur schematische, stetig verblassende Erinnerungen. Clubmusik und ihre Darbietungsformen sind überwiegend funktional auf das Gesamterlebnis „Rave“ zugeschnitten. Auch wenn jede Veranstaltung und jeder einzelne Act etwas Spezielles haben, so sind sie in ihrer jeweiligen Gesamtheit doch sehr ähnlich. Im dauerhaften Gedächtnis bleibt aber nur das Besondere. Das, was sich außerordentlich positiv oder negativ aus dem Ravekonsens hervorhebt und das Ereignis für den Teilnehmer zum Erlebnis werden lässt. Hält man sich dieses vor Augen so kann man Eines mit Gewissheit sagen: Der Liveauftritt von Erobique am 21. Februar 2009 im Alten Kalischacht von Wolkramshausen wird sich bei vielen der Anwesenden unwiderruflich im Gedächtnis eingebrannt haben.

[Review + Interview] 2 Jahre Kurzschluss und 9 Jahre Null-Records @ Sackfabrik Magdeburg (07.02.09)

2 Jahre Kurzschluss und 9 Jahre Null-Records

Wenn zwei Geburtstag feiern, freut sich nicht nur ein Dritter sondern viele mehr. Besonders, wenn alle die Liebe zur elektronischen Tanzmusik vereint. Kurzschluss und Null-Records nahmen sich dieser Weisheit an und begangen gemeinsam ihre Jubiläen in der Sackfabrik Magdeburg mit pumpenden Technobeats. Der Ehrentag in doppelter Ausführung spiegelte sich natürlich im Lineup wider. Null Records rückte mit seinen umtriebigsten Artist an und so konnten sich Freunde der härteren Gangart unter anderem zu einer Liveperformance von Bill Youngman sowie zu kraftstrotzenden, experimentellen DJ-Sets von Hanno Hinkelbein, Beni und Steph in der Hall austoben. Ein Tick gediegener, aber nicht minder enthusiastisch, gab die Kurzschluss-Crew im Club Anstoß zum Tanz. Als Unterstützung holten sie nach DJ Hell, getreu ihrem Mottos „Tradition und Moderne zu verbinden“ nun den zweiten Begründer des Munich-Technos in die Elbestadt: Richard Bartz.

[Review + Interview] Art:Verwandt Openair - Alte Fallschirmjägerbasis bei Burg (MD) (06.09.08)

Art:Verwandt - Openair

Am ersten Septemberwochenende fand erstmalig das Art:Verwandt Openair auf der alten NVA-Fallschirmjägerbasis in den Krähenbergen nahe Burg statt. Das Lineup versprach anspruchsvolle und vor allem tanzbare elektronische Musik in den Sphären zwischen Techno, House und Minimal. Zudem sollte durch ein unterhaltsames Rahmenprogramm eine Symbiose aus moderner Lebensart, künstlerischen Aspekten und Musik kreiert werden.

Montag, 29. August 2011

[Review + Interview] Manifest & Subtotal - Drei Jahre Klub Elektrik Magdeburg (12.04.08)

Klub Elektrik feierte mit Freude & Freunden
"MANIFEST & SUBTOTAL - DREI JAHRE KLUB ELEKTRIK"

Wovon unzählige Plakate in Magdeburgs Innenstadt schon seit Wochen kündeten, wurde am 12. April Wirklichkeit. Der Klub Elektrik feierte seinen dritten Geburtstag. Und das nicht irgendwo, sondern in dem Veranstaltungszentrum, welches den Magdeburgern wohl am meisten am Herzen liegt: Der KulturFestung Mark. Aber nicht nur die Wahl der Lokation sorgte im Vorfeld für Aufsehen. Auf die Flyer zur Veranstaltung wurde ein Manifest gedruckt, welches die Philosophie des Klubs ohne festen Wohnsitz propagiert. „Du bist der Klub!“ Erkenntnis und Aufforderung in einem Satz zugleich. Kundgemacht von einem Projekt, welches bereits mit den ersten Wehen die Clubkultur der Landeshauptstadt nachhaltig verändern sollte. Grund genug nicht nur wie sonst üblich der Veranstaltung beizuwohnen, sondern einmal bei den Geburtshelfern persönlich vorbei zu schauen und über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Klub Elektrik fach zu simplen.

Mo´s Ferry Showcase @ Destille Nordhausen (02.02.08)


Daten, Fakten und Hintergründe einer ausschweifenden Labelnacht

Dass sich die Köpfe des Berliner Labels Mo´s Ferry Productions noch immer mit ihrer nordthüringischen Heimat verbunden fühlen, bewiesen sie erneut am 2. Februar mit der Veranstaltung einer ausgelassenen und fast intimen Labelnacht in Nordhausen am Harz.

Ort der Begegnung war die „Destille“, eine gemütliche und interessant eingerichtete Clubbar. Das Lokal ist in mehrere Ebenen gegliedert. Im Zentrum – einem großen Raum dessen Atmosphäre vor allem durch die an den kahlen Backsteinwänden und der Decke montierten riesigen Umlenkrollen industriellen Ursprungs geprägt ist – befinden sich ein großer Tresen, bequeme Sitzmöglichkeiten sowie im angrenzenden Erker eine Bühne. An diesem Abend sollte der Hauptschankraum als Chilloutbereich dienen. Für die passende musikalische Untermalung sorgte dort ein Ambient-DJ. Eine umfassende Getränkeauswahl und ein Chicha-Verleih rundete das Wohlfühlpaket für alle die nach Entspannung vom Tanz lechzten ab. Wer weniger durch Entspannung und mehr durch den schnellen Kick seine Müdigkeit bekämpfen wollte, konnte sich eine leckere Kaffeespezialität mit einer der wohl eigenartigsten Espressomaschine der Welt zubereiten lassen. Neben dem Schankraum befindet sich ein gemütliches Kaminzimmer (Kamin war leider aus). Dahinter ein kleiner – etwa wohnzimmergroßer – Floor. Hier sollten die Mo´s Ferry Artists Jörn Kleinschmager, Olene Kadar, Dapayk&Padberg sowie Marcel Knopf für einen ausgelassenen Reigen sorgen.

neu.tronix Geburtstag - P7 Magdeburg (11.01.08)


neu.tronix Geburtstag

Seit mittlerweile einem Jahr sorgt Johannes von Nöten mit „neu.tronix“ jeden zweiten und vierten Freitag im Monat im Magdeburger Studentenklub P7 für die Tanzbeine der Liebhaber elektronischer Clubmusik. Die Beschreibung der Partyreihe mit „glowstickelektroshockwavedisco“ lässt weit Blicken. Abwechslung steht im Vordergrund. Damit dies auch gelingt, wird er dabei tatkräftig von lokalen und regionalen Klanggestaltern unterstützt. Zum Jubiläum sollte Magdeburg etwas Außergewöhnliches geboten werden. Was mit der Verpflichtung des kanadischen Liveacts „frivolous“ mehr als gelang. Seine Performance sollte nicht die einzige Besonderheit des Abends werden: In Erwartung vieler Gratulanten zog „neu.tronix“ vom Keller nach oben in den geräumigeren Konzertsaal um.

Buckau Rock @ Kunstkantine Magdeburg (03.11.07)

Buckau Rock

Magdeburg, 03.11.2007 „Buckau Rock“ ist der Slogan einer Location der elektronischen Musikszene, die wohl am ehesten das Prädikat „Underground“ verdient hätte. Der vielerorts als bloße Marketingformel verwendete Begriff (um so einer Veranstaltung das scheinbare Attribut der Exklusivität zu verleihen), wird in der Kunstkantine gelebt, ohne auch nur in einem Nebensatz beschworen zu werden. Der Fokus der Veranstaltungen liegt wirklich auf der lokalen Szene. Das betrifft sowohl Publikum als auch Entertainer.


Kunstkantine Magdeburg - Bye Bye Buckau! (09.06.07)


Bye Bye Buckau – Die letzte Party vor der Sommerpause!

Buckau, das ist der Stadtteil Magdeburgs der heutzutage als strak sanierungsbedürftiges Abrissviertel verspottet wird und früher weit bekannt für seine Schwermaschinenindustrie war. Eigenartigerweise überlebten, im Gegensatz zu den zivilen und kirchlichen Einrichtungen des Stadtzentrums, die in der Gründerzeit errichteten Arbeiterhäuser und Fabrikgebäude Buckaus den zweiten Weltkrieg. So ist es nicht verwunderlich, dass sich die Location in einem dieser, nach der Wiedervereinigung zur Schließung verurteilten, altehrwürdigen Industriekomplexe befindet. Dem der Buckau besucht wird das freilich wenig helfen um die „Kunstkantine“, so der Name des sagenumwogensten Tanzdomizils der Landeshauptstadt, zu finden. Geschlossene und größtenteils sich selbst überlassene Fabriken gibt es dort im Überfluss. Das Fehlen von Hinweisschildern macht es schließlich „Nichtswissern“ fast unmöglich zufällig auf die Location zu stoßen. Lediglich ein kleines Banner über dem unscheinbaren Eingang im Hinterhof macht auf den Klub aufmerksam. Das sich Versteckten gehört zum Konzept und verspricht eine gewisse Exklusivität, welche durch die, in den Szenebars und Plattenläden der Stadt erhältlichen und notwendigen, Eventeinladungen unterstrichen wird.

Marek Hemmann @ Club Ringcafé Possen Sondershausen (03.12.05)

Marek Hemmann

„Du fährst noch mal weg?“
„Ja.“
„Wohin denn?“
„Nach Sondershausen – aufm Possen – tanzen.“
„Ach da war ich schon mal tanzen.“
Verduzt drehe ich mich um. Die Fragen hatte meine Oma gestellt.
„Wie Du warst da schon Tanzen?“

Eine tödliche Frage. Nun durfte ich mir in allen Einzelheiten anhören, wie meine Oma an einem 8. März irgendwann in den 60er Jahren mit der LPG-Brigade einen Ausflug dorthin unternahm. Das dabei ordentlich ins Glas geschaut wurde und dass sie „Mein Hut der hat drei Ecken“ gesungen haben. Den Rest erspare ich Euch lieber ;) Jedenfalls muss meine Oma damals auf dem Possen so viel Spaß gehabt haben, dass sie das auch vierzig Jahre später noch nicht vergessen hat.

Wolke zwo4 ...the final head scratch... in Wolkramshausen - ein Rückblick, oder was die Ökonomik nicht erklären kann

Ein Rückblick, oder was die Ökonomik nicht erklären kann

“Endlich Wochenende!” Eine stressige Woche steckte tief in meinen Knochen, oder vielmehr in meinem Kopf. Nach dem intensiven Pauken diverser betriebs- und volkswirtschaftlicher Formeln für die noch anstehenden Prüfungen, benötigte ich unbedingt eine Abwechslung. Es galt für ein paar Stunden einfach alles zu vergessen (natürlich nur kurzzeitig ;) ), abzuschalten, ja im Grunde einmal nur das „Allernötigste“ zu Denken und ausschließlich den „Tanz- und Spaßtrieb“ walten zu lassen.